Deutschland exportiert 500.000 Tonnen Kaffee

Gerade lese ich in der Lebensmittelzeitung, dass Deutschland 500.000 Tonnen gerösteten Kaffee exportiert (siehe unten)! Sicher eine tolle Leistung, allerdings umso erstaunlicher da Deutschland nicht ein Gramm Kaffee anbaut sondern alles, meist aus Entwicklungsländern, importiert. Und diese Entwicklungsländer nehmen nicht an der Vereedlung ihres Kaffee teil – genau darum geht es beim Solino Projekt.

Hier der Artikel in der Lebensmittelzeitung und hier mehr Info vom Kaffeeverband:

„Kaffee aus Deutschland weltweit gefragt
18. Juni 2008
LZ|NET/gro. Rund die Hälfte der eine Mio. Tonnen nach Deutschland importierten Rohkaffees sind nach der Verarbeitung wieder für den Export bestimmt. Die deutsche Kaffeewirtschaft ist damit nach Mitteilung des Deutschen Kaffeeverbandes für den Weltmarkt ein Lieferant bedeutender Mengen in allen Verarbeitungsformen.

Im Jahr 2007 entfielen 137.000 Tonnen des deutschen Kaffeeexports auf entkoffeinierten Rohkaffee. Damit ist Deutschland laut Holger Preibisch, dem Hauptgeschäftsführer des Deutschen Kaffeeverbandes, Weltmarktführer in der Entkoffeinierung.

Weitere 60.000 Tonnen werden als löslicher Kaffee exportiert, für den Deutschland der größte Produktionsstandort in Europa ist. Röstkaffee werde insbesondere in die europäischen Nachbarländer Niederlande, Frankreich und Polen exportiert.“

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4 Kommentare zu „Deutschland exportiert 500.000 Tonnen Kaffee“

  1. Hi,

    First of all – sorry for not German-writing…

    In general I don’t like blogs but this time I will make a difference – because I’m really influenced by Solino.

    Country which is considered as underdeveloped is in very difficult situation both internally as externally. Ethiopia is in such situation at the moment. They have just rebuilt the country after many years of Haile Selassie being the emperor. Now they are trying to reach the consensus of internal stability and external quasi-mobility. In such situation it is very difficult to build strong economy, especially when talking about famine and when it is based on agriculture. From the other side many countries do some donations which seem to be very useful but effect in social passiveness. It is very difficult to strike a balance but it is not impossible – and for me Solino is the case.

    Solino is a very positive initiative which can encourage Ethiopans to build the international economic mobility as well as for Europeans to analyze their polical self-awareness.

    As the article above is concerned, it highlights the hipocrisy of developed countries and shows some of the streams of the global policy – which not only Ethiopia is the victim of.

    Wish you all the best!
    Claire

  2. Hallo solino-Blog,

    habe vor ein paar Tagen meine erste Bestellung aufgegeben. Eine sehr gute Idee, den Äthiopieanern zu helfen.
    Nun kommt ein kleines „aber“ :
    Wenn ich die Logik und Causalität der obigen Gedanken weiterdenke und ich jedem Land, welches Rohstoffe liefert, zubillige diese selbst zu veredeln und weiterzuverarbeiten, dann müssen noch so einige Konsequenzen, besonders für Deutschland, bedacht werden. Vielleicht sollten die Menschen über weltweite Mindestlöhne/Arbeits-Produktionsbedingungen nachdenken und endlich Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen…
    Nach dem Motto : Wenn ich bei Aldi und co einkaufe darf ich auch keinen Facharbeiterlohn für meine Arbeit verlangen…
    It’s a long way to justice

  3. @Claire: thanks a lot for your comment, you really understood the purpose of Solino. Where die you hear about the project – it seems that you know Ethiopia quite a bit….?!

    @Sebastian Lindemann: den Gedanken habe ich nicht ganz verstanden: es geht doch darum, in Äthiopien auch qualifizierte Arbeitsplätze entstehen zu lassen, nur so kann sich das Land entwickeln und wird weniger abhängig von der reinen Landwirtschaft (heute arbeiten 80% aller Äthiopier in diesem Bereich). Wir sollten ihnen diese Chance geben und unsere Grenzen öffnen.

    Viele Grüße und schön dass Sie hier schreiben!

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