tödliche Hilfe - Dead Aid

2 Bücher gleiches Thema: Tödliche Hilfe!

Dead Aid (Dambisa Moyo, 2010) und Tödliche Hilfe (Brigitte Erler, 1985): beide Bücher zeigen, dass klassische Entwicklungshilfe fatal sein kann.

Interessant, dass dies auch schon vor 30 Jahren ein Thema war. Sicher hat man einiges verbessert, aber ich glaube, dass freier Handel ohne Zollschranken für Entwicklungsländer viel wichtiger ist. Nur so bekommen die Entwicklungsländer die Chance auch verarbeitete Produkte zu verkaufen und können mehr qualifizierte Jobs im Land schaffen (und wenn es interessante Jobs im eigenen Land gibt, brauchen sie auch nicht zu flüchten….).

Wir arbeiten mit Solino gerade daran eine Produktionszertifizierung nach dem IFS-Standard zu bekommen. Dann können wir Supermärkte in Europa einfacher beliefern. Mehr dazu hier in ein paar Tagen!

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3 Kommentare zu „2 Bücher gleiches Thema: Tödliche Hilfe!“

  1. Seit Brigitte Erler ihr Buch geschrieben hat sich in der Entwicklungshilfe leider viel zu wenig geändert.Die seit Jahrzehnten betriebene Art der Entwicklungspolitik bringt die Länder nicht entscheidend voran, schafft außer Arbeitsplätzen für Chauffeure, Sekretärinnen, Köche, Gärtner und andere Zuarbeiter für die Helfer kaum Arbeit vor Ort, mehrt dort das Wohlergehen einiger weniger , beseitigt aber nicht das breite Elend.Die effizienteste Hilfe ist immer noch die Bildungs- und Wirtschaftsförderung wie sie z.B. Solino betreibt. Solino ist aus meiner Sicht eine beispielhafte Initiative, die durch gezielte unternehmerische, Arbeit schaffende Initiativen dazu beiträgt, die Potenziale junger Afrikanerinnen und Afrikaner zur Entfaltung zu bringen.
    Der Weg zum Wohlstand führt nicht über hohe Summen an Entwicklungshilfe. Diese seit Jahrzehnten geübte Praxis der Hilfe hat gezeigt, dass Entwicklung in Afrika nicht in Gang gekommen ist. Stattdessen ist eine Schicht von Privilegierten und Profiteuren der Entwicklungspolitik entstanden, die kein Interesse daran haben, dass sich am Zustand der Hilfsbedürftigkeit etwas ändert Nur der politische und karitative Showbusiness kann Entwicklungshilfe noch als Erfolg verkaufen. Die Helfer-etwa 40’000 Mitarbeiter ausländischer Hilfsorganisationen sind es nach UN Schätzungen-leiden einem unglaublichen Vertrauensverlust. Aufgrund krasser Fehlleistungen befinden sie sich in einer Glaubwürdigkeitskrise. Zwischen dem von Hilfsorganisationen vermittelten Bild und der Realität gibt es zahlreiche Widersprüche. Die sollten eigentlich für jedermann sichtbar sein. Volker Seitz, Botschafter a.D./Autor „Afrika wird armregiert“

    1. Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Ihr Buch werde ich mir gerne besorgen, es passt dann ja sicher auch gut zu unserem Kaffeeprojekt und wir stellen es dann gerne auch einmal hier vor!

      In welchen Ländern waren Sie denn Botschafter?

  2. Sehr geehrter Herr Ahlers,
    es freut mich sehr, dass Sie mein Buch lesen und besprechen möchten.
    Es gibt Länder wo der Wille zur Veränderung von den Afrikanern selbst ausgeht , dort kann Entwicklungshilfe zur Erfolgsgeschichte werden. Positiv tun sich dank des boomenden Landwirtschaftssektors und verschiedener Industriezweige Äthiopien, Namibia,Ruanda, Tansania, Uganda, die Elfenbeinküste und Sierra Leone hervor.Ruanda ist heute ein Vorbild für den Kontinent. Kein anderes afrikanisches Land hat innerhalb so kurzer Zeit eine vergleichbare Aufstiegsgeschichte. Das Wirtschaftswachstum liegt bei durchschnittlich mehr als sechs Prozent im Jahr, Gesundheitswesen , Bildungssystem, Frauenförderung sind im Vergleich zu den Nachbarstaaten hervorragend. Die Führung des Landes hat verstanden wie stark der Wohlstand und Lebensqualität eines Landes von der Bildung abhängt.
    Auch im Niger und in Guinea könnten sich die Verhältnisse zum Besseren wenden wenn die vielen Muster der politischen (Un)Kultur aufgebrochen werden können. Heute sind die Mächtigen in vielen afrikanischen Staaten noch zu sehr abgekoppelt von der Lebensrealität ihrer Mitmenschen. Ändern muß sich die kostspielige Ineffizienz des öffentlichen Sektors.Es sind die Krankheitssymtome vieler afrikanischer Gesellschaften, wie behördliche Korruption und Schlendrian, vor allem aber schmarotzende und gewissenlose Politiker die den Afrikanern das Leben schwer machen.
    Ich war 17 Jahre in Afrika tätig. Als Botschafter in Benin, Kamerun, Zentralafrikanische Republik und Äquatorialguinea.
    (siehe Wikipedia).
    Mit freundlichen Ostergrüßen
    Volker Seitz

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