Das Coronavirus bedroht demokratische Entwicklungen in Afrika

Seit August hat die Zahl der bestätigten COVID-19-Fälle in Afrika die Marke von einer Million überschritten. Da es jedoch nicht ausreichend Testkapazitäten gibt, geht man von einer sehr hohen Dunkelziffer aus.

Afrikanische Regierungen setzten bisher verschiedenste Strategien ein, um das Virus zu besiegen. Die Strategien reichen von Abstandsregelungen über wochenlange Lockdowns bis hin zu Gebetsaufrufen.

Die COVID-19-Pandemie führt den Kontinent an einen sehr kritischen Punkt, welcher über die Herausforderungen des schwachen Gesundheitssystems hinausgehen. Fallende Weltmarktpreise von wichtigen Exportgütern wie beispielsweise Kaffee sowie schrumpfende Absatzmärkte setzen die Wirtschaft des Landes unter Druck. Hinzu kommt das Nichtvorhandensein sozialer Sicherungssysteme im Falle von Krankheit und Arbeitslosigkeit. Die schwieriger werdende Versorgungslage und das Wegbrechen von Existenzgrundlagen verstärken die kritische Lage in Äthiopien.

Aktuell lässt sich in einigen afrikanischen Ländern eine zunehmende Tendenz autoritärer Machtanhäufung beobachten. Versammlungsverbote, weitreichende Ermächtigung für Polizei und Militär als kommunizierten Schutzmaßnahmen gegen das Virus sowie die auf lange Sicht verschobene Parlamentswahlen in Äthiopien und Somalia, bedrohen die demokratische Entwicklung Afrikas. Dies könnte zu Rückschritten im Bereich von Menschenrechten und Rechtsstaatlichkeit führen.

Die Pandemie stellt des Weiteren die deutsche Entwicklungszusammenarbeit vor große Herausforderungen. Natürlich bedarf es der akuten Unterstützung in der Krise, jedoch darf nicht von fundamentalen Herausforderungen in Afrika abgelenkt werden. Langfristig orientierte Schwerpunktprogramme zur Förderung von Demokratie, für Armutsbekämpfung und der wirtschaftlichen Entwicklung dürfen neben der Pandemie Bekämpfung nicht an Relevanz verlieren. 

Mit dem Kauf von Inlandsprodukten aus Äthiopien gewährleistet man nicht nur, dass weniger Menschen ihre Arbeitsstelle in solch schwierigen Zeiten verlieren, sondern auch, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt. 

 

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