Der Unterschied zwischen Espresso und Filterkaffee

Hast du dich schon einmal gefragt, worin genau die Unterschiede zwischen Filterkaffee und Espresso liegen? Dein erster Gedanke wird vermutlich sein, dass die Zubereitungsart ausschlaggebend ist. Tatsächlich ist das jedoch nur die halbe Wahrheit.

Beschäftigen wir uns zuerst einmal mit der Zubereitung.

Die Espressozubereitung ist stark standardisiert. Es werden sehr fein gemahlene Kaffeebohnen verwendet, die Durchlaufzeit ist recht kurz, aber der Brühdruck sehr hoch. Durch diesen starken Druck entsteht auch die feine Schaumschicht, besser bekannt als Crema. In einem durchschnittlichen Espresso befinden sich etwa 10 % Kaffee in Wasser gelöst. Damit ist der Espresso deutlich konzentrierter als ein Filterkaffee.
Während es für die Espressozubereitung wenig Varianz gibt, existieren etliche verschiedene Varianten zur Zubereitung eines Filterkaffees, ein stark standardisiertes Brühverfahren wie beim Espresso gibt es also nicht. Die wohl bekannteste Zubereitungsweise ist das sogenannte „pour over“ Verfahren. Dabei wird Kaffeepulver in ein Papierfilter gegeben und langsam mit Wasser übergossen. Das Kaffeepulver, welches dafür genutzt wird, ist etwas gröber gemahlen als das, welches für Espresso genutzt wird. Das Endprodukt des Filterkaffees ist deutlich transparenter, da nur ungefähr 2 % Kaffee in Wasser gelöst sind. Die Zubereitung erfolgt ohne oder mit nur wenig Druck, weswegen auch keine Crema entsteht.

Wie bereits erwähnt, ist das jedoch nicht der einzige Unterschied. Tatsächlich ist der Röstgrad entscheidend. Filterkaffee und Espresso stammen zwar von derselben Kaffeepflanze, jedoch werden Espressobohnen meist dunkler geröstet, als die Bohnen für Filterkaffee.

Je stärker und länger Kaffeebohnen geröstet werden, desto geringer fällt der Säuregehalt des Kaffees aus und die Röstaromen beginnen die fruchtigen Komponenten der Kaffeebohnen zu überlagern. In einem stärker konzentrierten Espresso entfalten sich die verschiedenen Nuancen im Geschmack stärker als bei einem Filterkaffee. Daher wird eine stärkere Rüstung der Espressobohnen bevorzugt, sodass die Bitterstoffe, also das Röstaroma statt Fruchtsäuren, im Vordergrund sind.

Hinsichtlich des Koffeingehalts weist ein Espresso eine deutlich geringere Menge als ein Filterkaffee auf. Dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass ein Espresso in etwa 20-60 ml umfasst, während ein Filterkaffee in Größen bis zu 300 ml serviert wird. Vergleichen wir den Koffeingehalt auf derselben Trinkmenge, besitzt ein Filterkaffee mehr Koffein als ein Espresso.

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