Wie Du den perfekten Kaffee zubereitest

Das 1×1 für Kaffee-Süchtige; denn Kaffee ist nicht gleich Kaffee. 
Wie bei einem guten Wein, gibt es bei Kaffee ein extrem breites Qualitätsspektrum. Worauf muss man also beim Kauf besonders achten? Mit diesen drei Tipps greifst du nie wieder daneben:

  1. Die Art der Röstung: Die Art und Weise der Röstung entscheidet über den Geschmack des späteren Kaffees. Eine Langzeitröstung sorgt dabei für einen besseren Geschmack und intensivere Aromen. Achtet darauf, dass der Kaffee im Idealfall schonend Trommelgeröstet wurde (8-25 Minuten bei 180-240°), um den Kaffeebohnen genug Zeit zu geben Aromen auszubauen und ungewollte Säuren abzubauen. Fernhalten sollte man sich von industriell geröstetem Kaffee, be dem unerwünschte und sogar verbrannte Röstaromen entstehen können. Auch wenn die Kaffeebohne von außen braun ist, bringt diese Art der Röstung viele Nachteile mit sich.  
  2. Ganze Bohnen vs gemahlen: Bereits 10 Minuten nach dem Mahlen von frischem Kaffee verfliegen die ersten Aromen. Ganze Bohnen hingegen bewahren ihr Aroma wesentlich länger und bleiben auch nach der Röstung noch lange Zeit frisch und intensiv im Geschmack. Wir empfehlen eine eigene Kaffeemühle, um ideale Frische zu erreichen. 
  3. Die richtige Verpackung: Unmittelbar nach der Röstung (empfehlenswert ist eine schonende Trommelröstung) wird der Kaffee frisch in die Verpackung gefüllt. Damit die austretenden Gase entweichen können, sollte man darauf achten, dass in der Verpackung ein Ventil integriert ist und der Kaffee genügend Luft bekommt. Bei Vakuumverpackungen hingegen wird der frische Kaffee zusammengepresst und eingeschweißt und somit können die Bitterstoffe nicht entweichen. Diese Verpackungsart geht auf Kosten vieler Aromen und der allgemeinen Frische. 
  4. Herkunftsland: Die Heimat der Kaffeebohne macht beim Kauf einen merklichen Unterschied. Der Blick auf die Verpackung sollte deshalb auch auf das Herkunftsland fallen. Länder wie Äthiopien sind bekannt für seine hochwertigen Arabica Pflanzen, dem ein unverwechselbares Aroma geschuldet ist. Je nach Ursprung schmecken die Bohnen intensiver, milder, würziger, schokoladig oder fruchtig.
In weniger als drei Minuten zur Barista-Ausbildung:
Auch ein qualitativ hochwertiger Kaffee kann durch die falsche Zubereitung ungenießbar werden. Wie lange der Kaffee durchläuft, der Mahlgrad sowie die Dosierung sind ausschlaggebende Indikatoren für die richtige Zubereitung und guten Geschmack. 
Unsere Nummer eins unter den Kaffeezubereitungen ist der traditionelle Handfilter. Mit der richtigen Anleitung ist diese Methode extrem einfach handzuhaben und bietet den entscheidenden Vorteil, selber beeinflussen zu können wie der Kaffee am Ende schmeckt. 

Wir verraten unser Geheimrezept für puren Genuss wie vom Barista selbst: 
Vorbereitung: Entscheidend ist das Wasser. Für den Handfilter empfiehlt es sich gefiltertes Wasser zu verwenden, damit der Kaffee seine fruchtige Note und intensiven Aromen beibehält. Die ideale Temperatur zum Aufbrühen liegt zwischen 92-96 Grad. 

Tipp: Wenn man das Wasser vom Wasserkocher nimmt und es keine Blasen mehr schlägt, wartet man noch 2-3 Minuten und die gewünschte Temperatur sollte erreicht sein. 

Step 1: Den Kaffee frisch mahlen. Pro Tasse misst man ungefähr 8-10 Gramm. Auf 500 ml sind das ca. 30 Gramm Kaffeepulver. 

Step 2: Den Filter mit etwas Wasser anfeuchten, um die restlichen Staubartikel aus dem Filter rauszuwaschen.

Step 3: Den Kaffee unmittelbar nach dem Mahlen in den Filter geben. Der gemahlenen Kaffee sollte maximal 10 Minuten stehen gelassen werden, sonst ist er nicht mehr frisch. 

Step 4: Auch liebevoll Blütephase genannt. Hier wird der Kaffee mit etwas Wasser für 30 Sekunden angefeuchtet. So können sich die Aromen des Kaffees langsam entfalten und austreten.

Step 5: Kaffee mit dem rechtlichen Wasser ganz aufgießen. Jetzt ist es wichtig die Zeit im Blick zu behalten: Der Kaffee sollte nicht länger als 2-2:30 Minuten durchlaufen (inklusive 30 Sekunden für die Blütephase) 

Läuft der Kaffee zu lange durch, extrahiert er mehr Koffein und wird intensiver im Geschmack, allerdings werden auch mehr Bitterstoffe freigesetzt. Wenn er zu schnell durchläuft, wird er hingegen sauer und ungenießbar. Die richtige Balance ist das A und O. 
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