Wie Dein Kaffeekonsum das Leben der Menschen in Entwicklungsländern beeinflusst

Kaffee gehört zweifellos zum Lieblingsgetränk der Deutschen. Pro Person werden jährlich rund 162 Liter des Heißgetränkes konsumiert.
Aber haben wir uns schon mal gefragt, was wir da eigentlich trinken?

Wir achten darauf weniger Müll zu produzieren, greifen bewusst zur Stofftasche anstatt zur Plastiktüte, sind aufgeklärt über den Ausstoß von Treibhausgasen und die schlechten Arbeitsbedingungen in Produktionsstätten großer Modeketten. Wie wichtig allerdings bewusster Kaffeekonsum für deren Herkunftsländer ist, wird meistens verschwiegen. Worauf achtet man eigentlich beim Kauf von Kaffee? Lokale Röstung? Fair Trade?

Viele Kaffeeröstereien in Deutschland werben mit nachhaltiger Produktion, aber was bedeutet das in der Realität?

Bleiben wir bei dem äthiopischen Beispiel
Äthiopien gilt als Herkunftsland des Kaffees und ist für seine feinen Arabica Bohnen bekannt. Was viele aber nicht wissen ist, dass 70 % der Äthiopier*innen als Bauern arbeiten und dies in der Regel für einen Lohn von 40 € im Monat. Die Abhängigkeit von der Landwirtschaft stellt die Bevölkerung immer wieder vor neue Risiken. Umweltbedingte Katastrophen, Dürren oder Regenzeiten zerstören ganze Ernten und stellen die Bauern vor finanzielle Probleme. In der Regel findet die Röstung und Verpackung der Kaffeebohnen in Europa statt. Wird der rohe, unverarbeitete Kaffee aus Äthiopien nach Deutschland exportiert, bleibt das wirtschaftliche Wachstum des Landes nahezu aus, da dieser Schritt der Wertschöpfung übersprungen wird. Die Konsequenz ist ein geringerer Profit und das Stagnieren der heimischen landwirtschaftlichen Ökonomie. Durch Unterbezahlung werden die Menschen nicht nur gesellschaftlich exkludiert (z.B. durch fehlenden Zugang zu Bildungsmöglichkeiten), sondern leben täglich am Existenzminimum.

Entwicklungsländer wie Äthiopien haben mit einer Unterversorgung von Lebensmitteln, Armut und mangelhaften Bildungsmöglichkeiten zu kämpfen. Um nachhaltig Entwicklungshilfe leisten zu können, muss das Ziel wirtschaftliche Autonomie sein. Ein Lösungsansatz ist es qualifizierte Arbeitsplätze, die unabhängig von der Landwirtschaft sind, zu schaffen.

Eine weitere landesweite Hürde ist die Wasserknappheit, welche die Bevölkerung vor große Probleme stellt. Diese kritische Ressource gilt es besonders zu schützen und den allgemeinen Wasserverbrauch bei der Herstellung von beispielsweise Kaffee, auf das Nötigste zu reduzieren. Je nach Produktionsweise der Farmen unterscheidet sich auch der Wasserverbrauch zur Produktion pro Kg Kaffee. Beim traditionellen Anbau werden pro Kilogramm Kaffee über 75 Liter Wasser für Prozesse wie Gärung und Waschung verbraucht, wohingegen bei der natürlichen Sonnentrocknung der Wasserverbrauch weniger als ein Liter pro Kilogramm produziertem Kaffee beträgt. Die Trocknung wirkt sich auch geschmacklich positiv auf den Kaffee aus: er schmeckt intensiver und aromatischer.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht Entwicklungshilfe zu leisten, die langfristig Veränderungen schafft. Die Mission von Solino Coffee ist es daher fairen Handel und bessere Arbeitsbedingungen für den Kaffeeanbau in Äthiopien zu schaffen. So fördern wir die wirtschaftliche und sozialpolitische Entwicklung. Vom Anbau, über die Ernte, Röstung, Druck der Etiketten und dem Verpacken finden alle Arbeitsprozesse in Äthiopien statt. So garantieren wir eine binnenländische Wertschöpfung von 160 % mehr als beim Outsourcing der Kaffeeproduktion. Regelmäßig ist unser Team vor Ort, um neue Arbeiter*innen auszubilden und Qualitätskontrollen durchzuführen. Die neuen Arbeitsplätze ermöglichen einen wesentlich höheren Lohn für die Arbeitnehmer*innen.

Solinos Beitrag zur Entwicklungshilfe
– Röstung, Druck und Verpackung in Äthiopien
– Qualifizierte Jobs mit deutlich besserer Bezahlung
– Weniger Abhängigkeit von der Landwirtschaft
– Deutlich geringerer Wasserverbrauch durch Sonnentrocknung

Unseren Solino Kaffee finden sie in unserem Onlineshop

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