Afrikas Kaffeebauern werden konsequent ausgebeutet – mit Milliardenverlusten

Noch immer werden Millionen von Familien- und Kleinbauern in ganz Afrika mit wirtschaftlichen Zerstörungen konfrontiert, da sich die ihnen angebotenen Kaffeepreise weiterhin auf einem Abwärtstrend befinden. Häufig liegt dieser auch unter den eigentlichen Produktionskosten. Dies geht aus dem Elend in der afrikanischen Kaffeeindustrie hervor: Laut des durch Selina Wamucii (der Plattform der afrikanischen Agrarwirtschaft) herausgegeben Berichts, verlieren Afrikas Kaffeebauern Milliarden durch Ausbeutung. Der Bericht bietet eine aktuelle und grundlegende Perspektive darüber, wie Afrikas Kaffeebauern in einer Branche, die jedes Jahr Milliarden von Dollar verdient, zu Tode ausgebeutet werden.

Dem Bericht zufolge ist der Anteil, den die afrikanischen Landwirte an der Wertschöpfungskette für
Röstkaffee erhalten, in Äthiopien mit 12,6% weltweit einer der geringsten. Vergleichsweise erhalten Indiens Kaffeebauern 15,7%, in Brasilien sind es 14,9%. 

Aufgrund unfairer Handelsbedingungen belaufen sich die jährlichen Einkommensverluste für äthiopische Landwirte auf sagenhafte 713,1 Mio. USD. Es wird geschätzt, dass afrikanische Kaffeebauern jedes Jahr 1,47 Milliarden US-Dollar ihrer Ernte durch ausbeuterische Preisgestaltung verlieren. Diese Mengen sind für afrikanische Produzenten der Länder von entscheidender Bedeutung, in denen Kaffee das wichtigste Exportprodukt darstellt. Für den äthiopischen Landwirt, der Kaffee von höchster Qualität produziert aber weltweit die niedrigsten Preise aller Erzeuger erhält, ist die Situation unhaltbar. Diese Kaffeebauern sind existenziell bedroht.

Lösungsansätze gibt es bisher kaum. Wenn Afrika die Ausbeutung beenden will, die seine Kaffeebauern verschlingt, müssen die globalen Handelsregeln für Kaffee durch einen politischen Rahmen für Landwirte geändert werden. Durch die Schaffung eines quotenbasierten internationalen Kaffeeabkommens, das Exportquoten festlegt, könnte der Preis gesteuert werden und es den Landwirten somit ermöglichen, vom Erlös ihrer harten Arbeit zu leben. 

Nachhaltiger Kaffeeanbau ist so wichtig wie noch nie zuvor. Dennoch wird dieses Ziel von dem Egoismus und der Geldgier großer Kaffeeproduzenten überschattet. Bei Solino versuchen wir stetig gegen dieses ausbeuterische System anzukämpfen. Bei uns findet die komplette Veredelung des Kaffees erstmalig in seinem Ursprungsland Äthiopien statt, wodurch 60% mehr Umsatz für den Kaffee erwirtschaftet werden kann. Somit profitieren sowohl unsere Bauern, als auch Mitarbeiter der Produktionsstätten. Sämtliche Erträge werden bei unseren Kaffeeherstellern in Äthiopien reinvestiert, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und einen Schritt für ein unabhängigeres Äthiopien machen zu können.

 

Den Original Bericht von der afrikanischen Plattform Selina Wamucii haben wir euch hier verlinkt: 

https://www.selinawamucii.com/african-coffee-farmers-are-losing-billions-every-year-from-exploitative-prices/ 

 

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